Im Sinne eines neuen Miteinanders

Allem, was ist, liegt ein Sinn zugrunde und so stellt sich jeder Mensch vermutlich irgendwann die Frage nach dem Sinn des Lebens. Vielleicht findet er Antworten, vielleicht aber auch noch mehr Fragen. Womöglich gewinnt er zumindest die Erkenntnis, dass alles, was geschieht, immer in uns selbst beginnt!

 

Wenn wir uns erlauben, unseren Wahrnehmungen zu vertrauen und aufhören gegen etwas zu kämpfen, werden wir uns in der Lage fühlen ein neues Miteinander zu gestalten - eine neue Kultur - zu erschaffen, eine, die von Sinn, Liebe, Zugewandtheit und Respekt getragen wird. Eine Kultur, die durch ein neues Denken und neues Miteinander geprägt ist. Eine SinnKultur, die die Bereicherung am gemeinsamen Erleben und Leben als tiefen Sinn des Miteinanders im kollektiven Herzen trägt.

 

Was braucht es, um eine neue Kultur des Miteinanders zu erschaffen:

 

1. Sinnkompetenz

Sinnkompetenz ist die Bereitschaft Fragen zu stellen und Antworten zu finden. Bevor wir eine Entscheidung treffen können, sollten wir uns die Frage nach dem Sinn stellen – die Frage, wem es dient? Es bedarf der bewussten Hinwendung zu einem Thema, um herauszufinden, wie wir damit umgehen möchten. Ebenso bedarf es der inneren Erlaubnis sich auf den Weg zu machen und allem, was uns auf unserem Erfahrungsweg begegnet, neugierig und offen ins Auge zu schauen. Um sich dem Wesentlichen und auch der inneren Wahrheit anzunähern, sollten wir lernen sinnloses von sinnhaftem zu unterscheiden, der Sinnleere den Rücken kehren und uns der Sinnfülle zuwenden. Die Fähigkeit der Differenzierung, ist neben dem Wunsch nach Wahrhaftigkeit ein bedeutendes Merkmal der Sinnkompetenz.

 

2. Eigensinn

Nachdem wir begonnen haben Fragen zu stellen und sinnloses von sinnhaftem zu unterscheiden, erlangen wir die Fähigkeit zur Abstraktion. Wenn wir lernen Dinge, Begegnungen und Situationen aus der Metaebene (Vogelperspektive) zu betrachten und sie nicht mehr in uns wirksam sein zu lassen, werden wir unabhängiger gegen die Meinungen und Manipulationen anderer. Mit jeder Entscheidung, die wir aus unserem zunehmenden Eigensinn heraus treffen, gewinnen wir Vertrauen zu uns selbst. Wir bekräftigen uns selbst in unserem Tun und lernen hinter uns und unseren Wahrnehmungen zu stehen. Je mehr Eigensinn wir entwickeln und je mehr wir uns erlauben ihn mit der Sinnkompetenz zu kombinieren, umso stärker wird unser Selbstvertrauen und damit die Bereitschaft dem Leichtsinn einen Platz in unserem Leben einzuräumen.

 

3. Leichtsinn

Es ist der Entfaltungs- und Entdeckungsgeist, der dem Leichtsinn innewohnt, dass Unbefangensein und der Wunsch, sich selbst zu erfahren, der ihn ermöglicht. Der Leichtsinn ist nicht nur blanker Übermut, den er sicher auch beinhaltet, sondern vielmehr die Freude des Ausprobierens und des sich selbst Erfahrens. Es ist der offene und neugierige Sinn, sich das Leben zu erschließen, es zu erobern und nach seinen eigenen Maßgaben zu gestalten. Der Leichtsinn ist das Hüpfen des Herzens, gepaart mit freudvollem Anpacken, mit dem in Gang setzten und ins Leben bringen. Er trägt den Geschmack von Freiheit und Leichtigkeit in sich und ist die Motivation, sich selbst und den eigenen Ausdruck zu erfahren. Leichtsinn ist die Grundlage von Kreativität und Selbstausdruck, die sich auf vielerlei Weise zeigen kann. Der Leichtsinn ermöglicht sich selbst auf eine unbeschwerte Weise zu erfahren und schafft die Basis für Sinnlichkeit.

 

4. Sinnlichkeit

Wenn wir uns selbst vertrauen, werden wir frei. Es bedarf des Vertrauens zu uns selbst, um sich fallen lassen zu können, der Bereitschaft des Einlassens, um sich mit allen Sinnen zu erfahren und der Erlaubnis, dass sich alles zeigen darf, was zum Selbsterfahren dazugehört. Letztlich bedarf es der Hingabe an uns selbst, damit sich die Sinnlichkeit in ihrer Vielfalt eröffnen und entfalten kann.

 

In der Sinnlichkeit haben weder Kontrolle noch Wertung oder Urteil Platz. Vielmehr ist es ein in sich hineinfallen und aus sich herausschöpfen, die der Sinnlichkeit den Ausdruck verleiht, den sie braucht, um sich in ihrer vollen Pracht zu zeigen. Die Sinnlichkeit geht mit dem Leichtsinn Hand in Hand und fußt auf dem satten Vertrauen, den der Eigensinn in sich trägt.

 

5. Sinneswandel

Alles, sowohl in uns selbst, als auch im Außen, befindet sich in einem steten Wandel. Es ist an uns, diesem Wandel in unserer ganz eigenen Weise zu begegnen. Je offener und vertrauensvoller wir dem Lauf der Dinge entgegenstehen, umso einfacher und unbeschwerter gestaltet sich unser Leben. Wenn wir uns erlauben aus der Einseitigkeit heraus, in das Feld der Möglichkeiten hineinzugehen und die Perspektiven zu wechsen, so erlangen wir die Fähigkeit neue Gedanken zu denken und neue Strategien zu entwickeln. Der Sinneswandel bedeutet die Befreiung von Stagnation, Mustern und Konventionen. Er ist eine Neuausrichtung auf das, was wir wahrnehmen, wünschen und möchten, sowohl für uns selbst, als auch für ein lebendiges und achtsames Miteinander.

 

Unsere Vision ist es, eine Schule für Sinnkultur und kreativen Ausdruck als einen Ort der Begegnung, der Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung für Menschen mit kreativem Interesse aufzubauen. In Zeiten schwindender Kultur und reduziertem Miteinander sind Orte der Begegnung wichtiger denn je!

 

Und so ist es unser Anliegen, Menschen aus ähnlichen Interessengebieten zusammenführen und ihnen Möglichkeit und Raum zur persönlichen Entwicklung frei von Leistungsdruck anzubieten.

 

Es ist unser Wunsch, Menschen im Entdecken und Entfalten ihrer kreativen Fähigkeiten zu fördern, zu begleiten und zu unterstützen, schöpferische Prozesse anregen und das Vertrauen in den Selbstausdruck zu stärken. Es ist unser Bestreben, Interessierten einen Ort bereitzustellen, indem ein Diskurs möglich ist, wo Fragen nach Sinn und Sinnhaftigkeit Raum finden und gemeinsam mithilfe kreativer Prozesse nach Antworten gesucht werden darf.

 

Schule für Sinnkultur - Eine Kultur mit Sinn für ein neues Miteinander - www.sinnkultur.com

 

 

Ein Hauch von Freiheit - Ein Blogbeitrag